Stand der Dinge

Kurzer Einblick in meine aktuellen Projekte:

Die gefärbte Wolle wird nach und nach zu Knäulen aufgewickelt, aber das blau der Stockrose will nicht wirklich an der Faser bleiben. Trotz einigen Waschgängen (das Wasser war danach schwarz) habe ich immer noch blaue Finger wenn ich es anfasse…

Im Webkurs habe ich gestern die ersten 10 cm gewebt und bin sehr stolz darauf, wenn auch noch kleine Schwierigkeiten auftauchen, zum Beispiel öffnet sich das Fach noch nicht so schön und daher habe ich ab und an Fehler drin, die dann wieder raus müssen. Ich habe Fotos mit dem Handy gemacht, aber die Qualität ist gruselig, das nächste mal nehme ich die Digicam mit, dann sollte es besser werden.

Ich habe versucht, aus meiner roten Wolle Handstulpen zu Stricken, aber die Wolle war zu dick. Das hätte Stulpen für Menschen gegeben, deren Arme mindestens doppelt so dick sind wie meine… Außerdem habe ich das falsche Muster angefangen, der Text neben dem Bild war nicht der, der zum Bild gehörte.

Jetzt habe ich nochmal  neu angefangen, diesmal mit Sockenwolle wo auf der Banderole die passenden Angaben standen 🙂 Eine ist schon fertig, die zweite fange ich gleich an zu stricken.

Und ich habe Ravelry entdeckt, stundenlang gestöbert und tatsächlich ein Muster gefunden, das zu einer Tüte voll Wolle passt, die hier schon ewig rumliegt. Die hatten Mama und ich mal bei einem Markt gekauft, bei dem es eine Tüte voll Wolle (soviel wie man reinkriegt) für 5 Euro gab. Wenn die Stulpen fertig sind, kommt der Pullover an die Reihe. (Wenn ich bis dahin die englische Anleitung verstanden habe, schluck)

Beizen

So, alle meine Wolle ist gebeizt. Ich musste auf zweimal kochen, da der Topf für fast ein Kilogramm Wolle nicht groß genug war 🙂 Hat eine Weile gedauert, und mit dem Färben konnte ich danach auch nicht gleich anfangen, denn ich hatte vergessen die Stränge vorher einzeln zu wiegen, damit ich das Färbegut hätte abwiegen können. Also die Wolle erst auf die Leine, trocknen lassen.

Gefärbt habe ich auch schon, mit Stockrosenblüten und Kokosfaser, aber die Stränge sind noch nicht gewaschen, der letzte Schritt fehlt also noch, und ich weiß nicht, inwiefern das die Farbe noch verändert, also gibt’s diese Bilder später. Gestern habe ich drei Züge von einer Färbung mit Zwiebelschalen gesehen, das möchte ich auch unbedingt noch machen, aber ich habe nicht sehr viele Schalen, das Sammeln dauert ewig…

Färbeküche

Ich habe es tatsächlich in Angriff genommen, das Wollefärben. Ich habe alles, was ich an gesponnener Wolle habe, gebunden und gewogen, ich bin auf 968 Gramm gekommen. Hätte nicht gedacht, dass es doch so viel ist. Nach dem Essen will ich beizen gehen, damit ich den Topf beim köcheln überwachen kann. Ich habe noch keinen emaillierten Topf (bzw keinen der groß genug wäre), daher muss der Edelstahltopf ran, ich hoffe er überlebt es. Der Chemieunterricht ist doch schon eine Weile her, ich bin mir nicht sicher, ob das Alaun mit Edelstahl reagieren wird… Wir werden sehen. Apropos sehen, ich mache natürlich auch Bilder, die gibt’s dann später 🙂

Färbevorbereitungen

Ein bischen was muss ich ja doch zu Entspannungszwecken machen, bei all der Schreiberei für die Uni. Was ich mache? Ich bereite ernsthaft das Färben meiner Wolle vor! (Färben möchte ich erst, wenn die Thesis vorbei ist, ich möchte das genießen und nicht neben dem Topf sitzen und eigentlich ein schlechtes Gewissen haben, weil ich nicht schreibe…)

Und zwar:

1. Ich habe Alaun bestellt, um zu beizen.

2. Ich sammle Zwiebelschalen für Gelbtöne

3. und ich sammle gerade aus dem eigenen und Nachbargarten schwarze Stockrosenblüten, für blaue Farbtöne.

4. Wenn die Wolle reicht, habe ich auch noch Kokosfaser bestellt, die soll Kupfer/altrosa färben…

Ich muss nur noch eine Möglichkeit finden, wie ich bei der Stockrosenfärbung die Temperatur halte, denn kommt die über 70°C wirds grün und nicht mehr blau…

So, genug vom Wolle färben geträumt, ich geh wieder schreiben.