Navajozwirn

An dieser Technik habe ich mit der roten AutralMerino Wolle versucht. Es geht mir noch nicht so leicht von der Hand, aber das ist denke ich normal. Der Vorteil ist definitiv, dass man nur zwei Spulen braucht (die dritte ist gerade belegt) und man verbraucht alle Wolle, ohne Reste. Aber den Nachteil bekommt man auch gleich zu spüren, wenn der Faden mal reißt muss man wieder ganz neu anknoten, und die Gefahr dass es sich später beim Stricken etc vielleicht aufribbelt ist größer wie bei normalem zwirnen. Ich bin mal gespannt, wie sie sich bei stricken später macht. Ich dachte da an Flauschsocken. So schön kuschlige Dinger, die man nur abends auf der Couch anzieht 🙂 (Mehr geht glaube ich auch nicht, für den täglichen Gebrauch ist diese Wolle denke ich nicht stabil genug, die Socken würden leicht durchscheuern…)

Bestellung ist da!

Das ist heute wie Weihnachten. Erst kommt die neue CD von Blind Guardian, und dann das Paket von Wollknoll. Das ging echt fix! Und ich habe natürlich nicht nur das Alaun und die Kokosfaser zum Färben bestellt, wenn man schonmal bei einem Wollgeschäft bestellt, dann natürlich auch Wolle, ist doch klar, oder?

Und anstatt die geplante Mittagspause auf der Couch zu machen, habe ich ausgepackt, beschriftet, fotografiert und (ich konnte nicht widerstehen) die rote Multicolor AutralMerinowolle gleich mal zur Probe aufs Spinnrad getan, gezwirnt und gestrickt, hihi. Macht ihr das auch so, oder könnt ihr euch allein am Anblick der Sachen schon freuen und schleicht noch ein paar Tage drum herum, ohne es zu benutzen?

Hier kommen die Bilder: Die vielen kleinen Knäul sind das Wolleprobierpaket von Wollknoll, das rote das AustralMerino Multicolor, und der größere weiße Knäul ist Leicester. Sowas von weich, ein Traum…

Die Farben kommen auf dem Foto nicht zufriedenstellend rüber, es ist mehr meliert und die Farben leuchten mehr. Einfach hübscher eben…

Eiderwolle

Zwei Stränge habe ich schon vor unserem Urlaub fertig gehabt, der Rest kam so nach und nach. Die etwas kratzige  Eiderwolle habe ich versucht dünn zu spinnen und danach sehr stark zweifach zu zwirnen,  damit ich einen stabilen Faden erhalte. Das Garn ist zum Brettchenweben gedacht, dafür will ich einen Teil der Wolle noch mit Naturfarben färben.

Insgesamt sind es 4 große Stränge und 2 kleinere . (Irgendwie bekomme ich nicht soviel gezwirnte Wolle auf meine Spulen wie einfach gesponnene. Also werden bei mir aus 2 Spulen einfach gesponnenem Garn 2 volle und eine nicht volle Spule mit gezwirntem Garn) Mit einer Lauflänge von ca. 450m pro 100g und zusammen ca. 1200 Meter Faden komme ich langsam in die Position, genug zum Brettchenweben zu haben, nur gefärbt werden muss noch.

Das Färben steckt mir schon lange in der Nase, so habe ich jetzt ein konkretes Projekt und eine kleine Menge Wolle vor mir, damit sollte es glaube ich funktionieren. Ich dachte an Cochenille in einem Lilaton. Wie alles im Moment steht auch das auf der Liste der Dinge, die definitiv erst nach Pfingsten geschehen werden. Aber dann schwebt mir folgender Ablauf vor: Ich spinne den Rest der Eiderwolle noch, ebenfalls dünn zum Brettchenweben, dann bestelle ich neue Wolle und auch die Beize und Farbe zum Färben, dann spare ich Versandkosten. Und dann muss ich mich nur noch entscheiden, was ich zuerst machen will, spinnen oder färben, hihi.

tägliche Beschäftigung

So sieht im Moment ein typischer Abend bei mir aus:

Zugegeben, hier sieht man nicht besonders viel, vielleicht lieber so?

Es macht richtig Spaß, abends beim Fernsehen zu sitzen und auch noch produktiv zu sein.
Mittlerweile wir mein Faden so dünn wie ich ihn gerne hätte, das Spinnrad läuft ohne jegliche Mucken und meine neue Wolle lässt sich so gut verspinnen.
Einen Nachteil hat allerdings die Sache mit dem sehr feinen Faden:
Ich habe (da ich ja nur abends spinne, von wegen Uni und so…) über eine Woche gebraucht, um diese eine Spule voll zu bekommen ! ! !
Aber ich kann jetzt auch das Tempo erhöhen, wie ich gestern gemerkt habe, vielleicht bin ich dann mit der zweiten Spule etwas schneller…
(Und das allergrößte ist: ich habe 3! Spulen, sprich ich muss kein einziges Mal die gesponnene Wolle umwickeln um wieder eine Spule für’s Zwirnen frei zu haben. Ist das nicht genial?)